Reisen

In unregelmäßigen Abständen unternimmt der Vokalkreis Chorreisen. Da wir einige internationale Chorpartnerschaften pflegen, kam es in diesem Rahmen bereits zu Begegnungen in Italien und Frankreich.

 

Reise nach Stockholm 3.10. - 8.10.2013

Reisebericht

Am Donnerstag, dem 3.10., trafen sich insgesamt 36 Chormitglieder und Familienangehörige um zu einer Reise nach Stockholm aufzubrechen und dort auch ein Konzert unter Leitung von Karl Ludwig Kreutz zu singen. Ein Teil der Gruppe bestieg in Konz einen Reisebus, der Rest stieg in Trier zu. Der Bus brachte uns nach Frankfurt, und von dort flogen wir mit einer Lufthansamaschine zum Stockholmer Flughafen Arlanda. Glücklicherweise klappte die Organisation reibungslos, denn im Flughafengebäude erwartete uns bereits der nächste Busfahrer, der uns dann in unserem Hotel absetzte, dem Sjöfartshotellet am Katarinavagen im Stadtteil Södermalm. Dieses Hotel hatten wir mit Hilfe von Stadtplänen und „Google Streetview“ ausgesucht. Es erwies sich, dass die Lage für alle Unternehmungen in der Stadt sehr günstig war.

Der Kontakt nach Schweden war zustande gekommen, als Vera und ich im vergangenen Jahr schon einmal in Stockholm waren und dort bei einem Sonntagsgottesdienst in der deutschen St.Gertrudskirche, der Tyska Kyrkan, den dortigen Kantor, Herrn Michael Diercks kennengelernt hatten. Er leitet dort mehrere Chöre, spielt die beiden Orgeln der Kirche und auch das Glockenspiel hoch oben im Kirchturm.  Wir bemühten uns um die Möglichkeit dort singen zu dürfen, und durch eine Aufnahme eines unserer Konzerte konnten wir Herrn Diercks überzeugen. Der stieß auch zu uns, als wir am ersten Abend in der urigen Kellerkneipe „Magnus Ladislas“ unser Abendessen einnahmen.

Wir hatten uns auch um eine Stadtführung bemüht, da wir Stockholm besser kennenlernen wollten. So kam am nächsten Morgen Herr Trutz von Ahlefeld  zu uns, der schon als Kind mit seinen Eltern von Norddeutschland nach Schweden gekommen war, später in Deutschland als schwedischer Kulturattaché gearbeitet hatte und jetzt im Ruhestand Stadtführungen veranstaltete. Mit ihm fuhren wir  zu den wichtigsten touristischen Orten der  Stadt, sahen von Riddarholmen über das Wasser auf das Stadthaus, standen auf dem zentralen Platz Stortorget vor dem Nobelmuseum (Es war ja auch die Zeit der Nobelpreise!) und sahen der Wachablösung vor dem königlichen Schloss zu. Zudem gab es so manchen praktischen Tipp, was man in Stockholm unternehmen könne. Herrn von Ahlefeld gelang es, uns die er Stadt mit ihren vielen Inseln zu zeigen und dafür zu begeistern. Am Nachmittag probten wir dann für unser Konzert in der St. Gertruds-Kirche und konnten uns an den Kirchenraum und seine Akustik gewöhnen.

Der Samstagvormittag stand dann allen zur freien Verfügung um Einkaufsbummel oder  Besuche im Vasa Museet (dem Museum, in dem das 1628 prächtige, aber seeuntüchtige Schlachtschiff Vasa bei der Jungfernfahrt sank), dem Freilichtmuseum Skansen oder dem großen Fotographiemuseum in der Nachbarschaft unseres Hotels zu unternehmen. Um 15.00 Uhr trafen wir uns dann in der deutschen Kirche sangen uns ein und freuten uns, als sich nach und nach der Kirchenraum beträchtlich füllte. Auf unserem Programm standen drei Stücke von Thomas Tallis, „Unser lieben Frauen Traum von Reger, „Geistliches Lied“ von Brahms, „Magnificat“ von Stanford, „Tantum Ergo“ von Karl Ludwig Kreutz, „O Salutaris Hostia“ von Saint-Saens, „Alleluia“ von Thompson, drei Stücke von Duruflé und von Fauré das “Cantique de Jean Racine“. Als Zugabe versuchten wir uns am schwedischen Text des „Sommarpsalm“, über den Karl Ludwig schon während des Konzerts auf der barocken Düben-Orgel improvisiert hatte. Zudem spielte er von Mozart das Andante KV 616. Rund 120 Zuhörer hatte unser Konzert in die Kirche gelockt, nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass wir ja in Stockholm ein völlig unbekannter Chor sind.

Die Tyska Kyrkan war für uns eine Überraschung. Wer hätte mit einer so prachtvoll ausgestatteten protestantischen Kirche gerechnet? Hier zeigt sich heute noch der Wohlstand, den der Handel mit Schweden für die deutschen Kaufleute aus den Hansestädten gebracht hatte und die großzügig ihre Kirche unterstützt hatten. Der 96 m hohe Glockenturm mit seinem in der ganzen Altstadt zu hörenden Glockenspiel gehört mit zu den Wahrzeichen von Gamla Stan, und die Straßen und Plätze in der Nachbarschaft verweisen alle auf den Einfluss, den der Handel mit Deutschland einmal hatte. Offiziell gehört diese Gemeinde der schwedischen Kirche an, hat aber das Recht, ihre Pfarrer und Organisten aus Deutschland zu berufen.

Am Sonntag unternahm dann eine größere Gruppe eine Fahrt mit einem Linienschiff durch den Schärengarten, der Welt aus 24.000 größeren und kleineren Inseln, die Stockholm vorgelagert sind. Auf der Insel Svartö verließen wir unser Schiff, bummelten über die Insel, die an einem Sonntag so verlassen schien. Als sich die Zeit für Rückfahrt näherte, tauchten plötzlich eine Reihe von Leuten aus den umliegenden Häusern auf, und jetzt war der Ablegeplatz gar nicht mehr so einsam wie kurz zuvor. - Eine andere Gruppe fuhr ebenfalls mit einem Linienschiff von Stockholm nach Drottningsholm, dem Königlichen Schloss, wo auch die Königsfamilie wohnt. So erschloss sich uns allen auch die weitere Umgebung der Stadt.

Der letzte Tag war wieder zur freien Verfügung der Mitreisenden, am Abend stand dann eine Aufführung des Balletts „Julia und Romeo“ von Tschaikowsky auf dem Programm. Hier zeigte sich wieder die günstige Lage unseres Hotels, denn wir konnten den Weg zur Königlichen Oper in wenigen Minuten zu Fuß zurücklegen. Die sehr moderne und im Bühnenbild minimalistische Aufführung des getanzten Shakespeare-Dramas beschäftigte uns sehr und führte zu längeren Diskussionen über den Handlungsverlauf während der Pause. Der Abend - und auch unser Besuch in Stockholm - klangen mit einem Bier in der Hotelbar aus.

Für den letzten Tag blieb uns dann der Rückflug, der glücklicherweise genauso reibungslos verlief wie die Hinreise. Wir nahmen viele positive Eindrücke mit an die malerische Stadt und auch an unser schönes und erfolgreiches Konzert, für das wir Karl Ludwig danken möchten.

 

Manfred Quintus


Konzert in der St. Gertrudis-Kirche, Stockholm

Brienon, Frankreich

Besuch der Partnerstadt von Konz am 12./13. Mai 2012

Abteikirche Pontigny Foto: Kathedralen.net

 

 Am 12. und 13. Mai 2012 besuchte der Vokalkreis die Konzer Partnerstadt Brienon in Burgund, Frankreich. Der kleine Ort mit nur wenigen tausend Einwohnern liegt zwischen den Weinbaugemeinden Chablis und Auxerre und wurde mit einer fünfstündigen Busfahrt recht bequem erreicht.

 

Auf der Fahrt nach Brienon hatten wir eine gut einstündige Pause in Reims vorgesehen, um die dortige weltberühmte Kathedrale zu besichtigen. Ein beeindruckendes Bauwerk mit viel Historie - der Zwischenstopp war lohnenswert!

 

Bei unserer Ankunft in Brienon trafen wird mit dem gastgebenden Chor Saint Loup in der Abtei Pontigny zusammen. Das Kloster, das heute noch von wenigen Mönchen bewohnt wird, ist eine wunderschöne Anlage mit einer riesigen Kirche und steht fast ganz allein "auf der grünen Wiese" in einer harmonischen Landschaft mit Feldern, Wäldern und sanften Hügeln.

 

Wir hatten dann eine erste Probe für unser abendliches Konzert und waren von der Ausstrahlung des Raums und der Akkustik sehr angetan.

 

Nach der Probe fuhren wir dann nach Brienon selbst und trafen dort mit unseren Gastgebern zusammen. Einige unserer Chormitglieder waren bei Sängerinnen und Sängern des Chorale St. Loup untergebracht, konnten also direkt ab Pontigny aus ihr Quartier aufsuchen, der Rest dann in Brienon, wo wir sehr herzlich empfangen wurden. Mit dabei auch der Konzer Bügermeister Karl-Heinz Frieden und seine Frau Maria sowie Marita Souville, Partnerschaftsbeauftragte der Stadt Konz.

 

Alle Vokalkreisler haben es sehr gut getroffen - die Gastfreundschaft der Menschen aus Brienon war überwältigend.  Das spiegelte sich auch in der Bewirtung wieder. Bei jeder Gelegenheit wurden wir großartig verköstigt. Burgund ist ja durchaus als Feinschmeckergegend bekannt, wenn auch viele Speisen recht deftig sind.

 

Das Konzert am Abend war dann ein Gemeinschaftskonzert mit dem Chorale St. Loup. Zunächst unsere französischen Gastgeber, dann wir, und zum Abschluss beide Chöre gemeinsam. Der etwas einsam gelegenen Lokalität geschuldet kamen nicht sehr viele Besucher - rund 100 Musikfreunde lauschten den Gesängen. In der Kirche wurde es abends empfindlich kalt, aber die wunderbare Atmosphäre ließ es dafür "rund ums Herz" warm werden. Nach einer kleinen Party vor dem Eingangsbereich zur Abteikirche ging es in die Betten.

 

Am nächsten Tag feierten wir zusammen mit dem Chorale Saint Loup noch eine Messe, um anschließend beim Bürgermeister von Brienon zu einem Empfang mit Essen und Trinken eingeladen zu sein. Für die äußerst freundliche Aufnahme und die tolle Unterstützung bei unserem Besuch bedankte sich der Vokalkreis noch mit einigen Volksliedern aus dem Programm "Mein Mädel hat einen Rosenmund".

 

Nach einem oppulenten Mahl und der Präsentation des Brienoner Theaters ging es dann mit dem Bus wieder zurück nach Konz.

Mitsänger

willkommen!

Die Mitglieder des Vokalkreis freuen sich

auf begeisterte,

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