Unsere nächsten Konzerte:

Der Vokalkreis Konz gestaltet unter der Leitung von Dr. Andreas Wagner im großen Saal des Klosters Karthaus ein Konzert unter dem Motto „Heimat/en“ steht. Das vielbemühte Motto und häufig verwendete Tonsymbol der Romantik „F – A – E“ („frei aber einsam“) drückt wie in einer Kurzformel das höchst ambivalente Verhältnis vieler romantischer Künstler zur Heimat aus: Auf der einen Seite gibt es eine sehr bewusste Suche nach Tradition, Verwurzelung, Identität. Volkslieder und -tänze werden systematisch gesammelt und kompositorisch verarbeitet. Man schreibt „im Volkston“. Gleichzeitig verbindet viele romantische Künstler miteinander das Gefühl des Fremdseins, des Nicht-Dazugehörens, der Heimatlosigkeit. Einsamkeitsgefühle mischen sich vielfach mit Fernweh, mit Sehnsucht und Träumen nach „fremden Ländern und Menschen“ (Schumann). Das Ferne wird zur Projektionsfläche unerfüllter Träume und Ängste inmitten einer als eng und fremd erlebten Alltagsumgebung.

 

Das Konzertprojekt „F – A – E“ reflektiert dieses ambivalente Verhältnis romantischer Künstler zur Heimat mit ausgewählten Chorsätzen a capella und mit Klavierbegleitung (Klauspeter Bungert). Dabei werden bekannte und weniger bekannte Originalwerke genauso zum Vortrag kommen wie Neubearbeitungen von Kunstliedern für Chor des Freiburger Chorleiters Denis Rouger, die zum ersten Mal in der Region erklingen werden. Zwischen den Chorwerken spielen Natalia Van der Mersch (Violine) und Natalia Kovalzon (Klavier) die vier Sätze der sogenannten FAE-Sonate, die 1853 gemeinsam von Albert Dietrich, Robert Schumann und Johannes Brahms komponiert wurde. Aus der ursprünglichen Idee, gemeinsam eine solche Sonate zu komponieren, wurde schließlich die etwas einfachere Variante realisiert, dass die Komponisten je eigene Sätze beisteuerten, die aber mehr als Einzelwerke nebeneinander stehen und häufig auch einzeln aufgeführt werden. Die beiden in Luxemburg und Brüssel ansässigen Künstlerinnen Natalia van der Mersch (Violine) und Natalia Kovalzon (Klavier) zeichnen sich durch eine große internationale Konzerterfahrung aus und haben sowohl solistisch als auch in Auftritten mit bekannten Orchestern in zahlreichen europäischen und außereuropäischen Ländern konzertiert.

Den Rahmen des Konzerts bilden die beiden Novellen „Aus dem Leben eines Taugenichts“ (Eichendorff) und „Der Runenberg“ (Tieck), die in Auszügen gelesen werden und damit die musikalischen Werke inhaltlich verbinden. Es liest die in der Region Trier bekannte WDR-Sprecherin Ulrike Froleyks aus Köln.

Mitsänger

willkommen!

Die Mitglieder des Vokalkreis freuen sich

auf begeisterte, stimmfeste und notensichere Sänger/-innen!

Mehr Informationen hier.